Montag, 1 September, 2014 10:19 AM

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Ägypten trauert um einen Volkshelden

Der ägyptische Dichter Ahmed Fouad Negm verstarb am 03.12.2013

Am Dienstag, den 3. Dezember 2013 in den frühen Morgenstunden verstarb der ägyptische Dichter Ahmed Fouad Negm im Alter von 84 Jahren nach längerer Krankheit.

Der Dichter gilt den Ägyptern als Volksheld, weil er sich unermüdlich und unerschrocken als Kritiker gegen die Präsidenten Gamal Abdel Nasser, Anwar Sadat, Hosni Mubarak und Ahmed Mursi engagierte und dafür mit vielen Jahren Gefängnis bezahlte.

Am 11. Dezember sollte der berühmte Ägypter in den Niederlanden den mit 100.000 Euro dotierten Prince Claus Award für „Unerschütterliche Integrität“ erhalten, in Würdigung seiner Verdienste und seiner Gedichte, die drei Generationen von Ägyptern und Arabern inspirierten.

Ahmed Fouad Negm, der sich selbst Al-Fagommi nannte, wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Er wurde am 22. Mai 1929 in Sharqia im Nildelta geboren. Sein Vater war Polizist und seine Mutter Hausfrau. Er hatte 16 Brüder und nach dem frühen Tod seines Vater musste er in die Obhut eines Onkels, der ihn aber aus finanziellen Gründen in ein Kinderheim brachte, das er im Alter von 17 Jahren verlies, um zu seiner Familie zurückzukehren.

Schon früh entdeckte er seine Liebe zur Sprache und gewann bereits mit etwa 20 Jahren einen der wichtigsten Kunstpreise des Landes. Seine literarische Karriere begann mit der Bekanntschaft des blinden Dichters und Sängers Sheikh Imam, mit dem er mehr als 30 Jahre lang zusammenarbeitete. Da auch Sheikh Imam aus ärmlichen Verhältnissen stammte, sprachen beide die gleiche Sprache und kämpften für eine gemeinsame Sache. Die Texte, die Negm schrieb, sind alle im ägyptischen Dialekt gehalten und werden zum Teil heute noch von der jungen Generation gesungen, insbesondere als Protestlieder auf dem Tahrir Platz.

An der Trauerfeier für den als Volksheld verehrten Dichter in der El-Hussein Moschee in Kairo nahmen neben vielen Künstlern auch zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie der Medien teil, die ihm die letzte Ehre erwiesen. Auch die Niederlande schickte einen offiziellen Vertreter.

Das ägyptische Kultusministerium denkt bereits über die Form einer besonderen Hommage für den Dichter nach und sammelt dazu die verschiedenen Vorschläge, die von der Aufstellung einer Statue über die Benennung eines Platzes in Kairo bis zur Umbenennung eines der Paläste für Kultur reichen.

"Ägypten, unsere glühende Mutter,
Gekleidet in Schal und Galabia,
Die Zeit altert und du bist immer noch jung,
Die Zeit geht und du fängst gerade erst an. "
Ahmed Fouad Negm±