Donnerstag, 23 Oktober, 2014 10:57 AM

Tankstation für die verschiedenen Initiativen im Demokrati-sierungsprozess in den Ländern Nordafrikas und im Mittleren Osten


 

 

 

Aktuelles

Gründung des Governance Center Middle East / North Africa in Berlin

Im Juni 2012 wurde das Governance Center Middle East / North Africa unter der Leitung von Prof. Dr. Udo Steinbach an der HUMBOLDT-VIADRINA School of Govenance in Berlin gegründet. Deren Präsidentin, Prof. Dr. Gesine Schwan erklärte, dass es darum ginge, „eine Tankstation für die verschiedenen Initiativen im Demokratisierungsprozess“ in den Ländern Nordafrikas und im Mittleren Osten zu werden. Man wolle diesen Ländern nichts überstülpen, sondern gemeinsam mit ihnen den Demokratisierungsprozess vorantreiben und ein Bewusstsein für eine Teilhabe an der neuen Demokratie schaffen, die wirtschaftliche Entwicklung für alle sozialen Schichten fördern helfen und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass Korruption schädliche Folgen für Staat und Gesellschaft hat.

Prof. Dr. Udo Steinbach führte weiter aus, dass das Center auf zwei Beinen stehen soll: Eines sei das wissenschaftliche, das andere das der praktischen Mitgestaltung der gerade neu entstehenden Zivilgesellschaften.

Dass Deutschland und Europa daran ein besonderes Interesse haben, rührt daher, dass die Geschichte des Mittleren und Nahen Ostens sowie Nordafrikas in hohem Maße europäisch geprägt ist und das schon seit dem 1. Weltkrieg. Nunmehr müsse man jedoch zu einer „inklusiven Sicht“ übergehen, denn die Entwicklung in diesen Ländern sei nicht von der Europas zu trennen. Also habe sich das Governance Center Middle East / North Africa zur Aufgabe gemacht, die betreffenden Länder auf ihrem Weg zu einer Neuordnung der Gesellschaft und Demokratisierung zu begleiten.

Die HUMBOLDT-VIADRINA ist in dieser Hinsicht nicht ganz unbeleckt, hat sie doch bereits Erfahrungen in Afghanistan in den Bereichen Wahlmanagement und Wahlprozessorganisation sowie Korruptions-bekämpfung.

Für dieses Jahr sind bisher lediglich einige kleiner Projekte geplant wie u.a. Gesprächsrunden über „den Staat und seine Bürger“, „Good Governance und Korruptionsbekämpfung“ sowie „Frauen im Umbruchprozess“.

Für die Zukunft sieht Steinbach die Aufgabe darin, regionale Kompetenzzentren zu schaffen, allen voran in Jordanien, von wo aus dann ein Netzwerk von weiteren derartigen Zentren entstehen soll.