Donnerstag, 23 Oktober, 2014 11:51 AM

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Ausstellungen

 

Dream of a Child
Ausstellungseröffnung in der DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V.
Ulrike Askari

Abd A. Masoud: Dream of a childWieder einmal waren die Räume der DAFG zur Vernissage gut gefüllt und die Gäste hatten eine gute Wahl getroffen mit dieser Veranstaltung, denn die Bilder von Abd A. Massoud sind es wirklich wert, gesehen zu werden. Wie er selbst sagt, handelt es sich um „Kalligraphie einmal anders“.
Dabei ist die Kalligraphie oder besser noch das arabisch geschriebene Wort bzw. die arabische Schrift eher ein Attribut oder ein Element in den Bildern, besonders in der Serie „Dream of a child“, die der Veranstaltung auch den Namen gab.

Durch einen Fernsehbeitrag angeregt, in dem ein Journalist drei Kinder aus verschiedenen Kulturen und Religionen eineAbd A. Masoud: Dream of a childn Tag lang begleitete und sie anschließend gefragt hat, was sie den Erwachsenen als Botschaft mitgeben möchten, fing der Künstler an, diese ihre Botschaft in Bildern festzuhalten: Der Wunsch nach einer Kindheit. Es geht Massoud dabei nicht um die Darstellung der verschiedenen Kulturen oder Religionen sondern zu zeigen, was irgendein beliebiges Kind sich erträumt.

Die Serie aus 16 Bildern, die in warmen Erdtönen gehalten ist, ist verbunden durch einen „roten Faden“, - er entsteht aus der Verlängerung mancher arabischen Buchstaben, die Worte zeigen wie Freiheit, Traum, Frieden usw. (die Wünsche der Kinder) -, der sich über alle Bilder zieht und diese zu einer Art „Bildergeschichte“ verknüpft. Dabei lässt auch jedes einzelne Bild noch genügend Details zu entdecken – angefangen mit dem asiatisch beeinflussten Stempel des Künstlers über die räumliche Aufteilung der Bilder in ein unten liegendes Fundament und ein darüber angeordnetes „Projekt“ -, so dass der Betrachter durchaus länger vor den einzelnen Bildern verweilen sollte. Auch in den anderen Bildern, die teils alte arabische Manuskripttexte über Astronomie und den Stand von Sonne und Sternen, teils arabische Buchstaben als Elemente benutzen, gibt es viel zu entdecken. Auch diese Bilder sind in warmen Tönen meisten in sechs Schichten gemalt, wodurch bisweilen der Eindruck von abblätternden Farben wie auf Jahrhunderte alten Hauswänden entsteht. Angeregt zu dieser Technik wurde der Künstler, der übrigens ein Autodidakt ist, durch Reisen nach Venedig, wo er die Schichten der Jahrhunderte durch die vielen Farbschichten an den Häusern repräsentiert sah.

Die Ausstellung ist noch bis Ende Januar 2013 in den Räumen der DAFG zu sehen. Danach geht sie nach Amman, Jordanien, wo die Serie „Dream of a child“ zugunsten des dortigen SOS-Kinderdorfes versteigert werden soll. Gefragt, wie es dazu kam, erzählt Massoud ganz bescheiden, dass die Ausstellung schon eine ganze Europatournee hinter sich hat, in Wien, Budapest, Lubljana, Genf, Sofia und als vorletzte Station in Imst in Österreich gezeigt wurde. Da seine Frau und er Unterstützer der SOS-Kinderdörfer sind und das erste SOS-Kinderdorf in Imst gegründet wurde, kam ihm die Idee, diese Bilder, die er auch nicht gern einzeln verkauft wissen möchte, dem SOS-Kinderdorf in Amman zu spenden. So verwunderte es auch nicht, dass zu den Rednern des Abends Dr. Kirstin zu Hohenlohe, die Kuratorin der SOS-Edition, gehörte, neben dem jordanischen Botschafter Dr. Mazen Tal und Prof. Dr. Wildung als Vertreter der DAFG.Abd A. Masoud: Dream of a childNach den vielen Reden wurden die Anwesenden zu einem arabischen Buffet und geselligen Beisammensein entlassen, denn auch sie hatten sich eine Stärkung „erarbeitet“, wie Prof. Wildung in seiner gewohnt charmanten Art bemerkte.

Viele Bilder finden Sie auf der Homepage von Abd A. Masoud: www.rearte-gallery.at
Weitere Eindrücke des Abends finden Sie auf der Homepage der DAFG - Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V.

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Ibrahim Hazimeh: Dem Licht entgegen

Dem Licht entgegen

Ausstellung mit Aquarelle, Gouachen, Ölbilder von Ibrahim Hazimeh. Der 1933 in Akka, Palästina, geborene Künstler lebt seit 1960 in Deutschland, war als Kunsttherapeut tätig und hatte viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V.
Friedrichstraße 185, 10117 Berlin

Mehr über Ibrahim Hazimeh erfahren Sie hier ...

 


Sensationelle Ausstellung in Berlin
Roads of Arabia. Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien
Barbara Schumacher (Text und Fotos)

alter Kaaba Vorhang

Unter diesem viel versprechenden Titel ist eine Ausstellung in Vorbereitung, die vom 26. Januar 2012 bis zum 9. April 2012 im Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin stattfinden wird, unter anderem in Kooperation mit der Saudi Commission for Tourism & Antiquities. Das archäologische Erbe Saudi-Arabiens war – auf Initiative der Botschaft des Königreichs Saudi-Arabien in Berlin - in den letzten Jahren immer wieder Thema kleinerer Präsentationen, aber diese große Ausstellung, die nach den Stationen Paris, Barcelona und St. Petersburg nun nach Berlin kommt, ist in ihrer Vielfalt und Qualität außergewöhnlich und kulturpolitisch eine Sensation. Bundespräsident Christian Wulff und der Saudi-Arabische König Abdullah ibn Abd al-Aziz Al Sa'ud haben die Schirmherrschaft übernommen. Und selbstverständlich gehört auch die Botschaft des Königreichs Saudi-Arabiens zu den Ausstellungspartnern.

Zu sehen gibt es etwa 400 archäologische und kulturhistorische Exponate - neben den Leihgaben aus Saudi-Arabien auch zahlreiche Objekte der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin und privater Leihgeber. Unter den bisher unbekannten Zeugnissen der Vor- und Frühgeschichte, des antiken Saudi-Arabiens und der islamischen Zeit sind beispielsweise erste Faustkeile, 6000 Jahre alte anthropomorphe Stelen, monumentale ägyptisierende Koloss-Statuen, Glas- und Metallarbeiten der römischen Antike, sowie Objekte der Keramikrevolution der islamischen Frühzeit.

„Chronologisch geordnet und räumlich in einer Ausstellungslandschaft inszeniert, werden die archäologischen Fundstücke auf einer Fläche von 1300 Quadratmetern den Besucherinnen und Besuchern als unmittelbares Erlebnis präsentiert und bieten so ein einmaliges kulturhistorisches Panorama der arabischen Halbinsel. Besondere Höhepunkte sind erstmals in Deutschland zu sehende Objekte der Kaaba und der Stadtgeschichte von Mekka. Die kulturhistorische Präsentation des religiösen Zentrums des Islam, aber auch die Präsentation der Objekte als solche sind von enormer kulturpolitischer Bedeutung. Als roter Faden ziehen sich Handels- und Pilgerrouten durch die Ausstellungspräsentation, entlang derer über Jahrtausende kultureller Austausch stattfand. Im Fokus steht eine Verortung Saudi-Arabiens zwischen den großen Kulturen, wie Mesopotamien und Ägypten, dabei wird deutlich: Kulturen greifen ineinander über und haben keine klaren Grenzen“, so Museumsdirektor Dr. Stefan Weber.

Neben der Ausstellung wird es weitere Attraktionen geben: Deutsche Forschungsprojekte der Orientabteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, des Zentrums Moderner Orient und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Saudi-Arabien werden in einem Ausstellungsraum als internationale Wissenschaftskooperation Berliner Institutionen präsentiert. Zudem ist geplant, interessierten Besucherinnen und Besuchern ein reichhaltiges Begleitprogramm zur Kulturgeschichte der Arabischen Halbinsel anzubieten.

Wie bei solchen Ausstellungen üblich, wird man eine entsprechende Publikation als Souvenir nach Hause tragen dürfen. Im Wasmuth Verlag Tübingen laufen die Arbeiten an dem Buch „Roads of Arabia - Archäologische Schätze aus Saudi-Arabien“, hrsg. vom Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin, mit ca. 320 Seiten und etwa 370 Abbildungen auf vollen Touren. Die Autoren sind: Ute Franke, Ali al-Ghabban, Joachim Gierlichs und Museumsdirektor Dr. Stefan Weber.

Ort: Museumsinsel Berlin - Pergamonmuseum, Museum für Islamische Kunst,
Pergamonmuseum/Nordflügel, Am Kupfergraben, 10117 Berlin-Mitte
Zeit: 26. Januar bis 19. April 2012

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BergkristallkrugBergkristallkrug aus der Keir Collection. Ägypten – wahrscheinlich Kairo, fatimidisch, spätes 10. bis frühes 11. Jh.  Fassung in Gold durch Jean–Valentin Morel, 1854 © Staatliche Museen zu Berlin / Sammlung Edmund de Unger, Foto: Andy Smart

 

Fatimidischer Bergkristallkrug
aus der Keir Collection im Museum für Islamische Kunst, Berlin

Das Museum für Islamische Kunst, Berlin, ist um ein spektakuläres Ausstellungsobjekt reicher. Am 23. Juni 2011 wurde in einer Feierstunde mit Musik und Vorträgen der tausendjährige Bergkristallkrug aus der Sammlung Edmund de Unger, einer der bedeutendsten Privatsammlungen der Welt, den zahlreichen Gästen und der Presse vorgestellt.

Die jüngste Geschichte, die sich um diesen Krug rankt, ist fast schon romanreif:

2003 wurde der Krug vom Auktionshaus Lawrences in Somerset (bei London) als französischer Rotweinkrug zur Versteigerung angeboten und war mit 100 bis 200 Pfund ausgeschrieben. Anscheinend hatten jedoch Experten im Publikum den Wert des Stückes erkannt und so fiel der Hammer schließlich bei 200.000 Pfund. Allerdings wurde die Auktion aus juristischen Gründen annulliert.

Als derselbe Krug im Oktober 2008 bei Christies versteigert wurde, rechnete die Fachwelt damit, dass er – wie so viele andere Objekte schon zuvor – vom Herrscher von Katar für das Museum in Doha zu einem Rekordpreis von 10 bis 15 Millionen Pfund erstanden würde. Doch es kam anders. Wie die Witwe des kürzlich verstorbenen Islamwissenschaftlers Ernst J. Grube anschaulich erzhlte, wurde der Krug aufgerufen und alles blieb still. Möglicherweise rechneten die Anwesenden damit, dass die Kataris per Telefon ihr Gebot abgeben würden und so hob niemand die Hand, bis Richard de Unger schließlich de fatimidischen Bergkristallkrug für 2,8 Millionen Pfund „ergatterte“. Ein wahres Schnäppchen. „Wunder geschehen,“ habe Ernst J. Grube lakonisch kommentiert.

Und das nächste Wunder ist, dass dieser Krug nun in Berlin zu bestaunen ist. Als weitere Leihgabe der Sammlung de Unger – auch bekannt unter dem Namen Keir Collection - , die vorerst für die Dauer von 15 Jahren im Museum für Islamische Kunst gezeigt wird, wird dieser Bergkristallkrug vermutlich ein Publikumsmagnet. Doch auch die übrigen rund 1.500 Stücke aus der Kollektion de Unger, die der gebürtige Ungar im Laufe seines Lebens in aller Welt gesammelt hat, sind unbedingt sehenswert, denn sie wurden „um die großen Museumssammlungen“ de Welt herum zusammengetragen, so erläutert Claus-Peter Haase, ehemaliger Direktor des Museums für Islamische Kunst, Berlin.

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